Montag, 7. Oktober 2019

Hauptstr. 4 82256 Fürstenfeldbruck - zwischen altemm umd neuem Rathaus ist es für Blinde durch Entfernung der Bordsteine lebensgefährlich geworden!!!

Liebe blinde Besucherin, 
lieber blinder Besucher, Neubürger oder vor kurzem   erblindeter Mitbürger  von Fürstenfeldbruck, 
 falls Sie sich selbständig in der Brucker Innenstadt fortbewegen wollen oder müssen, möchte ich Sie vor einigen hier leider von der Stadt geschaffenen tückischen Gefahrenstellen warnen. 
 Die Hauptgefahr für Blinde besteht darin, dass fast alle Randsteine zwischen Gehweg und Fahrbahn entfernt worden sind. 
 Nur an den beiden Bushaltestellen mit der neuen und irritierenden Benennung "Hauptplatz" hat man ein sogenanntes Hochbord verbaut. 
 Um einen historischen Eindruck zu vermitteln wurde auf einem Großteil der Gehwegfläche außerdem grobes Kopfsteinpflaster mit breiten Fugen verlegt. Das bemerken Sie gleich, wenn Sie vom alten Rathaus aus Richtung Norden weitergehen. Wegen der hier beginnenden groben Pflasterung fällt es sehr schwer, die gerade Gehrichtung zu halten, weil die Spitze des Langstocks leicht in  den Fugen hängen bleibt. Da der Gehweg hier sich zu einem breiten Platz erweitert, kann man sich hier auch nicht mehr so einfach an der inneren Leitlinie, also den Hauswänden entlang orientieren. Man sucht als Blinder also fast automatisch nach der äußeren Leitlinie, also der üblicherweise vorhandenen  Bordsteinkante. Da  diese aber auf Höhe des alten Rathauses endet, besteht die Gefahr, versehentlich auf die Fahrbahn zu geraten. Wenn die Stadt diese grobe Pflasterung auf den Gehweg beschränkt hätte, könnte man als blinder Fußgänger durch den Kontrast zwischen glatter Fahrbahn und gepflastertem Gehbereich noch ableiten, wo man sich befindet. Stattdessen wurde aber auch die Fahrbahn der Kirchstraße  übergangslos ebenfalls grob gepflastert, so dass man nicht mehr sicher erkennen kann wo man sich momentan befindet. 
 Man orientiert sich also so gut es möglich ist, am Geräusch des parallel fahrenden Autoverkehrs auf der Hauptstraße. bis man links neben sich den hoffentlich nicht defekten Orientierungston der Fußgängerampel über die Hauptstraße hören kann. Wenn man hier weitergeht, kann man auf die übergangslos identisch gepflasterte Fahrban der Kirchstraße geraten, was man tunlichst vermeiden sollte. 
 Um die Hauptstraße hier an der Kreuzung mit Kirch- bzw. Schöngeisingerstraße zu queren, muß man links am Ampelmasten den unten am Steuerkasten versteckten Anforderungsknopf für das akustische Freigabesignal drücken. 
 Die Blindenampel über die Kirchstraße befindet sich einige Meter östlich vor dem Gebäude der Sparkasse, Hauptstraße 8.

 Wenn möglich empfehle ich Ihnen, die notwendigen Wege im Alltag wie Einkauf, Arzt, Apotheke oder Bank oder Sparkasse wegen der hier häufigen Gefahrenstellen zusammen mit einer Rehalehrerin oder einem Rehalehrer im Rahmen einer Schulung in Orientierung und Mobilität zu erarbeiten: www.rehalehrer.de  

Zu meinem jahrelangen leider nicht ganz erfolgreichen Einsatz für die Wiederherstellung der Sicherheit siehe auch meinen Blog "Monolog ins Dunkel": https://monologinsdunkel.blogspot.com/2016/08/protest-e-mail-mit-wenig-wirkung.html 

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